Samstag, 9. Oktober 2010

Jeder einzelne

Jeder einzelne Schnitt hat dennoch etwas Beruhigendes an sich.
Leitspruch hin oder her.
Es tut in all der Ausweg- und Aussichtslosigkeit dennoch unheimlich gut. Und heute dauerte es sehr lange, bis ich diesen Schritt dann doch... bis es dann dennoch durch kam. Es war ein ungewöhnlich tiefer Schnitt und dennoch befriedigt mich die offene Wunde, das Blut, das im Licht der Lampe glänzt. Es ist ein relativ tiefer Schnitt. Einer, der eine breite Narbe hinterlassen wird.
Im Augenblick ist mir das egal. Denn ich spüre ihn, mir gefällt der Schnitt, mir gefällt das Blut.

SVV. So könnte man es bezeichnen. Auch wenn es nich regelmäßig vorkommt und vielleicht nicht unbedingt ein Akt der Verzweiflung ist, so ist es bei mir dennoch ein Akt der Verwirrung. Ich sehe dann in gewissen Situationen - eine oder auch mehrere - einfach keinen Ausweg und spüre im tiefsten Inneren, dass es schmerzt. Und das gilt es deutlich zu machen. Den Schmerz spürbar zu machen.

Egal wie viel Positives dennoch immer passiert... ich kann es gar nicht deutlich machen, dass es tief in mir immer schmerzt, mich auffrist und weh tut.
Und das muss irgendwie raus. Ich könnte mir zwar jede Woche den Körper weiter zutättowieren lassen, aber dafür reicht das Geld nicht.
Also gilt es, Alternativen zu finden. Und welche Alternative ist schon naheliegender, einfach ein Messer zu ergreifen und sich dadurch in die Haut zu ritzen. Zu beobachten, wie die Klinge ins Fleisch schneidet, während man sie langsam aber fest über die Haut zieht. Es soll auch weh tun, es soll Schmerzen verdeutlichen, die Nerven müssen getroffen werden...
Dann das Blut... das schöne Krovvy.
In solchen Augenblicken interessiert es einen Scheiß, welche bleibenden Narben davongetragen werden. Es zählt der Schmerz sowie das Blut.
Dumm nur für Rechtshänder. Es endet in verstärkter Narbenbildung am linken Arm.
Man sollte ab und zu wechseln - was die Arme betrifft.
Der Bauch ist beidseitig zu handhaben.
Ist aber weniger deutlich und sichtbar.
Und das hat es ja zum Zweck. Es soll richtig für einen sichtbar sein. Man möchte es richtig spüren und zugleich sehen, wie das Blut fließt.
Das Fett am Arm bei einer wie mir verhindert ohnehin, dass es sonderlich blutet.

Donnerstag, 19. August 2010

Schön ist es zu teilen

Ich weiß nicht, was ich mit Matthias noch machen soll. Es wird mir sehr wehtun, wenn er weg ist.

Ich wollte gestern wissen, ob er diese Woche noch kommen möchte. Wäre einfach schön gewesen, da wir uns dieses WE nicht sehen können.
Das hat er leider abgesagt, weil ein Freund heute eine Party schmeißt und ihn eingeladen hat, da er ja bald weg ist und morgen geht er mit seinem Paps für die Hochzeit seiner Schwester einen Anzug kaufen.

Er hörte raus, dass ich gestern nicht sonderlich gut drauf war und meinte dauernd „Ach, Süße… wie kann ich Dir nur helfen?“
Überhaupt nennt er mich dauernd entweder ‚Süße’ oder ‚Baby’… wobei das bei ihm ja echt schön klingt…

Er hat mir empfohlen, an Halloween UNBEDINGT Brain Dead anzusehen – das ist natürlich eine hervorragende Empfehlung – so ein geiler Splatter!

Ich kann gar nicht oft genug betonen, wie toll ich diesen Mann finde. Einziges Manko ist, dass er ständig über seine Ex spricht, was ‚die Gabi’ in dieser oder jener Situation gemacht hat. Das knickt immer ein wenig – aber er steckt dann immer in solch einem Redefluss drin, dass er einfach quasselt und plappert. Auch gestern wollte ich nur kurz mit ihm telefonieren, weil ich extrem k. o. war und dennoch hat er mich dann eine dreiviertel Stunde vollgetextet.

Er will am 2. September mit mir unbedingt auf das Fantasy Film Fest in Nürnberg und er fragte mich auch gestern, ob ich ihn mal in Zürich besuchen käme.
Das hat mich gefreut, weil diese Frage von ihm aus kam. Jederzeit würde ich zu ihm fahren. Zürich finde ich eh schön und wenn Manu wieder da ist, dann könnte ich mir vielleicht das ein oder andere lange Wochenende gönnen. 4 Stunden Fahrt sind nicht die Welt, somit ginge auch mal Samstag hin und Sonntag zurück.

Er ist so unglaublich faszinierend und wirklich hochintelligent – so facettenreich und vielschichtig.
Er angelt und geht gerne in den Wald, er fährt Rad oder geht joggen. Er sitzt regelmäßig in der Uni-Bibliothek um sich für seine Diplomarbeit vorzubereiten. Er liest Kafka und andere große Lyriker und Autoren und nebenher noch seine Biochemie-Wälzer. Er kifft (nicht regelmäßig) und ist enorm albern, hat manchmal einen echt schrägen Humor und kann dann wieder so zärtlich liebevoll sein und mit mir kuscheln. Er liebt Horrorfilme aber auch solche Albernheiten wie Dumm & Dümmer.

Er befürchtet immer, meine Gedanken könnten auch mit ihm zu tun haben. Tun sie zwar auch aber nicht so enorm, aber ich finde es immer irgendwie aufmerksam, dass er danach fragt.

Am Samstag lagen wir auf der Couch, er rechts von mir, drehte sich auf einmal zu mir, nahm mein Gesicht in eine Hand, kam ganz nah an mich und sagte ziemlich leise „Süße, ich mag Dich ganz sehr, auch wenn ich auch Probleme habe…. *nickt* Ja, ich habe auch Probleme. Du darfst den Kopf nicht hängen lassen…“ und gibt mir einen Kuss.

Ich bin einfach immer wieder fasziniert und gebannt. Einfach allein schon, dass ER immer meine Hand nimmt, wenn wir nebeneinander gehen. Das finde ich so toll. Das zeigt irgendwie „wir gehören zusammen“… zwar jetzt nicht so besitzergreifend aber… es ist einfach schön.

Gestern war mir danach, ihm eine SMS zu schreiben. Ein simples „Du fehlst mir einfach“
Und er antwortete darauf: „Hey süße, ich denk auch voll an dich, mag dich total und knuddel dich – stay strong“

Das wird echt hart, wenn er weg ist… Ich meine… vielleicht auch nicht? Schließlich haben wir uns ohnehin immer nur am Wochenende gesehen. Aber man kann sich selbst an so was echt gewöhnen und die Vorfreude besteht auch dann.
Ich werde sehen, wie das alles wird.

Da habe ich begonnen, jemanden an mich ranzulassen und dann muss er gehen…

Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn es mal einfach wäre.

Aber immerhin entschuldigt das Teilen der schönen Zeit ein paar Schmerzpunkte.

Montag, 16. August 2010

Das Chaos nimmt seinen Lauf...

Und ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

Vielleicht erstmal auf beruflicher Ebene.
Letzte Woche bemerkte Manu schon mal, dass ich menschlich/kollegial einen besseren Stand beim Junior als sie habe. Das kann ich ja wohl mal schwer glauben, da sie doch die perfekte Manu ist.
Allerdings denke ich, bekommt Junior auch sehr wohl mit, dass ich immer schwerlich gegen sie anreden kann. Zumindest nimmt er mir meine blöden Sprüche nicht übel und witzelt auch oft genug rum.
Letzte Woche betraute er mich auch komplett mit der Taufe des neuen Schiffs in Italien und meinte, ich müsste dann vielleicht auch mal hinunter fliegen und mich wegen dem Probessen bzw. auch um die Hotels vor Ort kümmern.
Als ich das nächsten Tag Manu sagte, reagierte sie leicht pissig, da sie die Taufe in China von hier aus delegieren musste, was enorm schwierig war.
Ihr Kommentar war dann ein leicht pampiges „Siehste, ich hab ja gesagt, der Junior mag Dich lieber.“
Hallooo? Haben wir einen Konkurrenzkampf um die Gunst unserer Chefs?
Sie sieht die Sache viel zu verbissen, aber da kommt wohl ihr extremer Perfektionismus hervor.
Sie wird sogar von vielen Kollegen hinter ihrem Rücken mittlerweile ‚Chefin’ genannt, weil sie sich oftmals anderen gegenüber so aufspielt. Ich habe dahingehend einen viel besseren Stand – die Leute mögen mich einfach und das lassen sie mich auch spüren. Das tut wiederum meinem Ego gut.
Jetzt, da Manu 3 Wochen im Urlaub ist, besteht für mich wieder die Möglichkeit, mich zu profilieren – und ich hoffe, mir passiert nicht mehr so was wie die letzten zwei Jahre in ihrem Urlaub, dass ich zwar meine, ich käme voran, im Endeffekt aber viel verbockt oder vergessen habe bzw. abgesoffen wäre.
Sie hat immer Kritikpunkte offen gehabt und wenn ich immer im Urlaub bin, findet sie irgendwas, was schief lief. Natürlich nicht erfreulich.
Zudem hat sie ja gut reden – ich bin immer nur ein paar Tage bzw. ca. eine Woche weg und sie gleich 3 Wochen am Stück. Da ist es kein Wunder, wenn man absäuft.
Dennoch ist sie diejenige, die immer im Nachhinein herumjammert, wie stressig es doch alles war.
Und ich jammere nie. Nie beschwere ich mich, nie äußere ich mich, ob es mal extrem stressig war und drunter & drüber ging. Ich vergesse so was auch stets und ständig.
Auch ein Fehler meinerseits, denn vielleicht sollte ich viel öfter lamentieren, wie schwierig doch alles ist.

Bettina meinte letzten Donnerstag, ich sollte doch vielleicht nach Hamburg gehen – da wäre ich schön in der Schifffahrt und wäre weit weg von zuhause. Gar nicht mal so abwegig.
Bina möchte, dass ich nach Berlin gehe – gestern schrieb sie mir, sie würde mich vermissen. Das hat mich überrascht, denn während meines Besuchs wirkte sie nicht so. Aber das ist anscheinend das unterkühlte ‚Nordische’, das da bei ihr durchkommt, denn sie war trotzdem froh über das ein oder andere Thema, das sie mit mir bereden konnte, wo sie mit anderen Verständnisprobleme hätte was das BDSM-Thema betrifft.

Im Augenblick macht mich meine familiäre Situation wieder enorm fertig.
Ich finde es enttäuschend, dass ich meiner eigenen Familie nicht mal vertrauen kann und sie trotzdem noch mir hinterher schnüffeln.
Und eigentlich wollte ich allmählich das Gespräch mit Mutter suchen – in Gegenwart ihrer besten Freundin.
Klar, machen sie sich Sorgen und wollen mich vor Dummheiten bewahren – aber wenn ich es soweit hätte kommen lassen wollen, dann wäre es schon längst geschehen. Und noch konnte ich das Übelste verhindern.
Die sollen mich einfach lassen – es ist mein Leben und nicht ihres. Paps sieht sich selbst schon als Feind bzw. ließ er mir eine entsprechende Mail zukommen.
Das packe ich mal gar nicht und ich werde auch fürs Erste nicht darauf reagieren.
Nur habe ich nun ein Problem, was meine nächsten Wochenenden betrifft.

Wie mache ich es nun mit den Katzen?
Ich könnte mal in einer Tierpension anrufen – das kostet aber wieder extra Geld.
Das ist alles so nervtötend nicht einfach.
Ich könnte auch Bettina fragen, ob sie meine Katzen beaufsichtigt.

Einfach frustrierend, sie auch niemanden mehr verlassen zu können.

Dieses Wochenende kann ich ja nun nicht mehr ändern – dafür ist mir das Ticket zu teuer.
Das nächste Wochenende muss ich nun leider canceln.
Zudem kommt noch leicht erschwerend Matthias hinzu.
Bedingt dadurch, dass er nur noch bis 5.9. hier ist bzw. am 6. oder 7.9. dann in Zürich ist und mir gestanden hat, dass er mich noch sehen möchte…

Er möchte sogar diese Woche unter der Woche mal zu mir kommen, weil wir uns am Wochenende nicht sehen können.
Er sagt mir auch immer wieder von sich aus, dass er mich vermissen wird – immerhin darf ich ihn mal besuchen kommen und Hase und ich planen für November einen Trip in die Schweiz, da sie dort auch jemanden kennt.
Allerdings möchte ich nicht so lange warten, ihn wieder zu sehen.
Am liebsten wäre mir schon September oder Anfang Oktober.

Als er da war, habe ich es mal gewagt, zu ihm ‚Ich hab Dich lieb’ zu sagen und er antwortete auch gleich darauf und gab mir einen Kuss auf die Haare.
Überhaupt war er sehr kuschelig drauf und suchte auch immer wieder den Körperkontakt.

In einer gewissen, harmlosen Art bin ich süchtig nach ihm. Sein bekloppter Humor bringt mich ständig zum Lachen und gestern gab es sogar eine Situation in der ich mit einem ‚sexy’ antwortet, worauf er lachte und meinte, er würde ja schon abfärben.

Er betont auch immer wieder, was für eine besondere Frau ich wäre und mit niemanden vergleichbar – einerseits immer der unschuldige, brave Blick und dann doch immer wieder ein riesen Miststück.
Das macht mich natürlich unheimlich stolz – er bewundert auch immer mein Gesicht, nennt mich wunderschön, ich hätte so eine tolle Haut, kneift mich in mir unangenehme Regionen -> Bauch und kann meine Brüste ohnehin nicht in Ruhe lassen.
Ich kann das wirklich gar nicht beschreiben, wie bekloppt der Kerl ist und was für einen unglaublichen Spaß ich mit ihm habe.
Das tut mir schon ein wenig in der Seele weh, ihn dann an die Schweiz abtreten zu müssen und hoffe, es hält sich irgendwie, bis er wieder zurück ist.
Es wäre zu schade, wenn er mich vergessen würde, gerade da ich mich an ihn gewöhnt habe und ihn an mich ranlasse und Worte/Aussagen zulasse.

Ich finde es unglaublich toll, dass er mich sehen möchte. Das gibt mir ein gutes Gefühl und zeigt mir nebst den Sätzen „Vermiss Dich“ bzw. „Ich werde Dich vermissen“, dass es auch dann wirklich so sein wird.
Und er meinte auch, man könne sich ja trotzdem übers Internet unterhalten.
Ich hoffe es.
Er soll mich nicht vergessen.

Ganz süß ist er immer, wenn es um meinen Zigarettenkonsum geht. Nebst dem, dass er immer wieder versucht, mir die Kippen aus dem Mund zu entreißen und ich dann noch ganz schnell einen tiefen Zug mache - für den Fall, dass es der letzte sein sollte – oder er sich auf meine Oberarme kniet und ich immer blaue Flecken davontrage (dass mich noch keiner gefragt hat, ob ich misshandelt werde – ich sehe manchmal echt so aus), hat er mir gestern in einem ganz schmeichelnden Ton, während er meine Wange streichelte gemeint: „Du solltest nich so viel rauchen – das ist doch nicht gut für Dich…“


Alles nicht so einfach.
Ich hätte meine Therapie am Freitag echt gebraucht. Dumm nur, dass ich mich um einen gesamten Monat vertan habe, da die Therapeutin schon im Urlaub war.

Warum wird es nicht einfacher…

Auf meine gesamte Familie könnte ich im Augenblick wieder pfeifen und Matthias habe ich sehr, sehr gerne und ansonsten vermisse ich alle Menschen, die so enorm weit weg sind und mich dennoch zu stützen versuchen.
Es sollte doch irgendwann mal bitte jemand das Beamen erfinden.
Dann noch die Zerrissenheit der Arbeit wegen…
Manu meinte schon, dass nach der Schiffstaufe ich mal um eine Gehaltserhöhung anfragen sollte, da ich mich ja auch gebessert hätte.
Ich glaube ihr kein Wort.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr das wirklich aufgefallen ist, dass ich mich gebessert habe.

Sonntag, 15. August 2010

Hier und Jetzt

Er ist hier und ich genieße ihn.
Vom ersten Moment an, da er meine Wohnung betritt. Es ist einfach toll mit ihm. ER ist toll.
Im Augenblick liegt er gerade im Wohnzimmer und pennt vor sich hin.
Wir waren heute noch auf dem Bergfest und hatten enorm viel Spaß. Er kann meine Brüste einfach nicht in Ruhe lassen und mittlerweile haben sie auch Namen: Arizona die linke und New Mexico die rechte Brust. Der Typ ist einfach verrückt und ich könnte so sehr lachen mit ihm.

Hinter mir köchelt gerade das Essen. Er möchte heute noch Essen. Mal sehen, ob er das noch fertig bringt, wenn er jetzt schon vor sich hindöst.
Er hielt meine Hand, doch ich konnte mich dann vorsichtig daraus lösen.
Im Augenblick läuft hier wieder A-Ha. Die tun gut zur Zeit.
Die und er. Das brauchte ich einfach nach dem Streit gestern. Paps hat mir zwar eine Mail geschrieben und Dinge erklärt, doch da gibt es im Augenblick keine Erklärungen für mich. Das Einzige, das im Augenblick an mir nagt, sind meine Wochenendunternehmungen.
Ich werde niemanden von meiner Familie mehr fürs Beaufsichtigen der Katzen nehmen können. Das war wieder ein enormer Vertrauensmissbrauch.
Vorallem weil Muttern auch in meiner Wohnung war und DIE hat ja mal gar nichts darin verloren...

Matthias ist nur noch bis zum 6. September hier. Ich ging immer von Oktober aus. Aber der September steht ja nun vor der Tür und ich bin nächste Woche auf dem Highfield.
Da sehe ich ihn dann gar nicht. Und... irgendwie... ich habe schon das Gefühl, dass es auch für ihn irgendwie komisch ist.
Ich hoffe, ich kann ihn besuchen. Ich hoffe, er lässt mich. Ich wünsche es mir.
Er ist schon besonders und gibt mir so ein gutes Gefühl, sagt mir so unglaublich tolle Dinge und... ja, ich bin verliebt in ihn... Ich hab ihn lieb, weil er so besonders, so anders ist und mich anscheinend zu schätzen weiß, mich auch tröstet, wenn es mir nicht so gut geht.

Die Welt ist komisch...

Dienstag, 1. Juni 2010

Männer und ihre (Un)Arten

Also, dass Daniel mir schon mal saumäßig leid tut, da nehm ich mal nix weg. Er lässt sich noch durch die ihm verbliebenen Freunde vor Ort auffangen und ich finde es gerade mehr als mies, dass ich nicht für ihn da sein kann. Beschissene Distanz.

Nebst dem, dass seine Traumfrau ihm nun am WE hingeknallt hat, dass er zwar perfekt wäre, sie aber nicht das Nötige für ihn empfände wie er und sie bei ihm immer das Gefühl hätte, ihm was schuldig sein zu müssen, ziehen auch seine besten Freunde alle weg. Es reißt im gerade den Boden unter den Füßen weg und nun steht am Samstag sein 30. Geburtstag bevor und im Endeffekt gefühlt niemand da.

Das tut mir auch in der Seele weh, vorallem weil ich einfach nicht für ihn da sein kann. Diese verfickte Distanz und man kann nichts dagegen machen. Es ist so schwer...

Dann kommt noch Walter hinzu – mein Zauberer, mein Kuschelfreund.
Ich weiß nicht, ob ich seinen letzten Eintrag
„Lass es... sein... lass es einfach sein... hör auf damit und lass es sein. Es bringt nichts. Es tut Dir nicht gut...

auf mich beziehen soll oder nicht, allerdings reagierte er sehr komisch und vergangene Woche meinte er schon mal (auf mein Drängen hin), dass es für ihn komisch sei von meinen Abenteuern zu lesen wo doch er und ich auch schon fast soweit gewesen wären. Ich schrieb ihm dann auf seinen gestrigen Eintrag hin eine SMS und er antwortete nur mit „gerade schlecht“ drauf.
Das… war bitter, aber sollte es dennoch wegen mir sein, dann muss ich das so hinnehmen. It kills me, denn er ist für mich ein so wichtiger Mensch geworden – selbst auf diese kurze Zeit. Und das geistert mir eben nun schon die gesamte Zeit im Kopf herum.
Ich habe fast diesen schlimmen Verdacht, aber keine Gewissheit. Zumal er eben so abweisend auf mich reagierte. Ich werde morgen mal nachfragen, allerdings habe ich dann das Gefühl, die dumme Naive zu sein, die anscheinend gar nix kapieren will. Und dem möchte ich auch wiederum aus dem Weg gehen. Eine verschissene Zwickmühle, denn egal wie ich es machen würde, es täte weh. In erster Linie ihm.

Stefan hatte zwischenzeitlich versucht, mir sauer zu sein – zumindest kurzzeitig. kA – er schrieb mir dann dennoch wieder. Es war wirklich kackendreist, was ich mir erlaubt habe, aber da hätte er auch drüber stehen können wie sonst auch immer. Mir egal. Er "schlug" letzte Woche eine „offene Fernbeziehung“ mehr oder minder vor. Finde ich witzig. Es lässt mir alle Optionen offen, denn er weiß, dass es mit ihm einfach keinen Taug hat. Dessen versuche ich ihn immer wieder bewusst zu machen und dennoch lässt er nicht wirklich von mir los, was wiederum meinem Ego zugute kommt. Solange er damit umgehen kann, dass ich auch andere Männer habe, soll es mir egal sein. Und das ist es auch. Ich mag ihn schon. Irgendwie. Auf eine echt verquere Weise hat er irgendwas, das mich reizt aber auch nicht mehr. Vielleicht wirklich nur die Zuneigung, die er mich Tag für Tag spüren lässt und die ich solange hinnehme, bis jemand sie mir dauerhaft geben kann.

Steffen (B*R*I*G*H*T*Y) ist hinfällig soweit. Schade irgendwie, denn er ist auch ein toller Kerl, allerdings habe ich bei Matthias (L*E**C*H*A*R*M*E*U*R) bei dem Treffen dann ein wenig mehr... "empfunden" sofern man es so nennen kann. Bei Matthias war gleich ein wenig mehr... Nähe und offene Zuneigung da - sofern ich das so nennen kann. Immer wieder nahm er mich in den Arm, nannte mich 'cherie' oder 'mon amour' (dürfte meines Verständnisses nach französisch nicht korrekt sein, aber es zählt die Aussage *g*), kniff mich immer wieder in die Wange oder streichelte sie und sagte mir, ich wäre so süß.
Naja, süß möchte frau in dem Moment ja dann eigentlich weniger hören, aber er machte das alles dann im Nachhinein wieder wett, als wir dann in der Shisha-Kneipe waren und uns dann gegen Ende schon richtig heiß machten. Er ist definitiv auch was Besonderes. Kein Faulpelz und steht voll hinter seinem Studium, hat durchgeknallte Freunde und ist selbst immer für verrückte Sachen zu haben - so ein wenig noch der Bad Boy und das finde ich ja mal anziehend.
Ich hoffe, das Treffen klappt morgen und er kann meiner Einladung folgen - es wäre ein weiterer Schritt getan... Zudem wohnt er mit am Nähesten - 45 Minuten Fahrt sind nicht die Welt und jeder hätte noch seinen Freiraum und dennoch genügend Möglichkeiten, die Zeiten gemeinsam... was rede ich da?
Ich bekomme es nicht los. Die Gefühls*i*d*i*o*t*i*e hat mich wieder und ich mal mir schon wieder alles (UN)mögliche aus. Das ist doch nicht... das darf doch nicht sein...
Am Ende verläuft doch eh wieder alles...

Montag, 24. Mai 2010

Überforderung?

Ich weiß nicht, wie ich es dieses WE angestellt habe, aber zwei Männer und keiner von ihnen konnte wirklich. Stefan hatte Samstag Abend das Problem, allerdings holte er das dann Sonntag früh nach.
Ich liebe es, wenn Männer kommen und mir dabei in die Augen sehen.

Das nächste Problem hatte dann Steffen gestern. Er fluchte schon rum, weil sein Körper nicht das machen wollte, was sein Kopf gerne gehabt hätte.
Aber bei ihm ist es auch schon eine Weile her.

Stefan meinte sogar, ihn hätte Samstag Nacht meine Frage irritiert und aus dem Konzept gebracht, als ich ihn fragte ob er sich denn was wünsche oder ich ihm was Gutes tun könnte.
Verstehe einer Männer. Da ergreift frau mal die Initiative und dann können die Männer nicht.

Steffen findet mich hocherotisch. WOW tat das gut!!!

Auch Stefan meinte eben in einer PN, ich hätte eine tolle Figur, nur das eine wäre eben gewöhnungsbedürftig.
Auch klar - nicht jedermanns Sache.

Verstehe einer die Männer.

Steffen ist wirklich aus Zucker. Super nett, lieb, mir gefällt sein Aussehen, seine Figur (typische Schwäche für die Kerls, die zu dünn sind *seufz*), intelligent, witzig und humorvoll, studiert Deutsch und Geschichte und wohnt 1,5 hrs weg von hier. Der kam gestern ganz spontan her.
Um 19 Uhr schrieb ich ihm eine SMS und er war zwar zum Essen eingeladen, entschied sich aber dann doch lieber, zu mir zu kommen.

Ein Mann, der zu mir kommt.
Ach ja: er ist 26.
Aber sooooo schnuckelig... Hach... als ich heute Morgen aufstand, mich anzog um meine Miezer zu füttern und ich saß noch im Bett, da erhob er sich und küsste mir den Rücken und den Steiß...
So wunderbar.

vielleicht fällt mir noch mehr ein. Später.
Er pennt noch.
Und ich werd erstmal kochen.

Sonntag, 9. Mai 2010

ich liebe ihn?

Gestern traf ich mich mit Stefan.
Er küsste mich. Nahm gleich zu Beginn meine Hand, spielte damit, küsste meine Hände. Und oft hörte ich ihm nicht zu.
Das Gleiche, als würde er mir PNs schreiben.
I don't give a damn.
In einer gewissen Weise ist er interessant. Mehr aber auch nicht.
Das war eine gute Erfahrung und auch gut für mich zu wissen. Eine wertvolle Erkenntnis. Ich bin nichts für ihn und er erst recht nicht für mich.

Dafür... denke ich immer öfter über Walter nach. Es mag in meinen kleinen Kopf einfach nicht rein, warum ich so einen wunderbaren Mann nicht einfach lieben kann. Ich liebe ihn - definitiv. Ich empfinde wirklich viel für ihn und dennoch reicht irgendwas nicht aus um mehr daraus werden zu lassen und ich weiß nicht, was es ist.
Die Neigung alleine kann es ja nicht sein. Vielleicht weil es einfach und gleich zu normal ist? Ohne hin & her?
Die Therapeutin fragte, ob die Verliebtheit und die erotische Anziehung fehlen würde. Ja, das fehlt alles. Und dennoch liebe ich ihn. Ein wunderbarer Mann und in meinen Augen sogar mehr als vollkommen. So fühlte ich mich nicht mal bei Andreas. Tiese tiefe Zugehörigkeit.
Einfach alles so verworren. Vielleicht verstehen wir uns einfach gleich zu gut, sind zu sehr auf einer Wellenlänge?
Ich weiß nur, dass ich mich in gewisser Weise nach ihm sehne und mich auf das Wochenende freue, wenn er wieder hier ist und ich mich an ihn rankuscheln und mich an ihn schmiegen kann, wenn er mich an sich drückt, wir unsere Hände ineinander legen und er sich beim Schlafen ganz nah an mich ran- und den Arm um mich legt.

Weshalb ist das alles so verworren?

Mittwoch, 5. Mai 2010

Status

Meine Liebste – bitte lies das nicht.
Ich muss es einfach nur irgendwo rauslassen…


Ich hasse mich.
Ich gucke in den Spiegel und hasse mich, ich könnte heulen.

Dieses dreiste Arschloch von Mann besitzt tatsächlich die Frechheit ständig auf mein Gewicht und meine Figur hinzubohren, hebt aber immer wieder hervor, er würde mich nicht nur aufs Äußere reduzieren.
Das wäre ja noch nicht mal alles.
Schlimmer ist für mich im Moment diese Haltlosigkeit. Ich könnte stetig heulen, denn mir schwindet der Boden unter den Füßen.
Ich fühle mich allein und andererseits weiß ich nicht, was man an mir noch gern haben könnte, denn ich bin eine dauerhafte Belastung für alles und jeden den ICH gern habe. Das Netz, das mich bisher auffing, existiert nicht mehr. Ich sehe ständig vor meinem inneren Auge meine Mutter und der Moment in meinem Traum, als ich sie eine heuchlerische Drecksau nannte. Ich würde es ihr so gerne an den Kopf werfen. Ich würde ihr auch gerne sagen: Siehste, das haste nun von all Deiner Scheiße und Deinem geheuchelten Getue!
Mein Dad stellt MICH über DICH und Du kannst ihn nicht besuchen. Und er wird Dir nicht mal sagen können warum, weil er es MIR anvertraut hat.

Ich hasse sie. Und ich hasse mich, weil ich sie dafür hasse. Und ich hasse mich, weil ich so eine große Belastung für alles und jeden bin.

Ich kann nicht mehr. Mir geht die Luft aus. Ich möchte einfach nicht mehr hier sein und muss doch weiter existieren.

Es wird einfach alles zu viel. Meine Familie existiert nicht mehr, mein Bruder… ich kann nicht mit ihm reden, solange ich mich in dieser Verfassung befinde. Ich habe nicht mal den Mut dazu.
Mein Paps… mein lieber Paps… und ich kann nichts für ihn tun. Auch weil ich meiner Mutter nicht in den Rücken fallen möchte.
Meine Mäusi… ihre Wunden verheilen. Zum Glück. Ich bin so froh darum.

Die Arbeit… das ist alles so nicht fair.
Wenn der Senior einem sagt, man wäre flexibler weil man noch kein Kind hätte und man könnte mehr übernehmen. Mehr. MEHR!!! Ich mach doch schon.
Und dann noch in diesem Zustand. Ich bin kurz vorm Aufgeben. Die haben alle keine Ahnung und ich lasse auch nicht tief blicken. Ich musste mich am Montag so arg zusammenreißen, nicht in Tränen auszubrechen.
Scheiße, wie schwach ich bin.
Warum bin ich so schwach.
Warum jetzt?
Warum nicht wann anders?

Michel scheint auch noch bei mir zu lesen. Er meinte, es täte ihm weh. Ich hab ihm am Sonntag noch per PN gratuliert. Hatte das über die Tage voll vergessen, dass er am Freitag eigentlich hatte. Ihm geht mein Selbstmitleid auf die Nerven. Der Arsch soll sich doch bitte bloß mal in meine Situation versetzen.
Ein Glück, dass manche keine Probleme zu haben scheinen.
Oder mache ich mir meine Probleme selbst?
Wahrscheinlich.

Und dann Walter… mein lieber Walter… im Grunde perfekt und die Zuneigung ist da, das Wohlgefühl ist auch da. Aber warum sperrt sich irgendwas in mir gegen ihn? Es ist so frustrierend aber andererseits so schön, ihn am nächsten zu wissen. Er ist der Einzige, der noch in greifbarerer Nähe wohnt.
Wir sprachen über unser kuscheln, wie sehr er sich immer an mich beim Schlafen rangeschmiegt hat und ich seinen Arm dann wieder fest an mich drückte…. Und ich bin für ihn was Besonderes. Und er für mich. Ich hab ihn so unglaublich lieb… aber… WAS VERFICKTE DRECKSSCHEIßE STIMMT DANN NICHT?
Ich hoffe, er kommt bald wieder her und kann mich halten so wie ich ihn.

Alle anderen sind weg. Weit weg.

Und ich möchte auch weg. Weit weg.

Ich mag fast nicht mehr.

Ich kann einfach nicht mehr.
Es tut alles weh. Alles zusammen tut so weh und ich komm hier nicht mehr heraus.
Und ich bin schuld. Weil ich es zulasse.

Dienstag, 27. April 2010

what you mean to me

Eigentlich sollte ich diesen Zeilen einen Brief widmen. Aber dafür ist mir nun doch die Zeit zu knapp. Aber ich werde es nachholen - versrpochen!

Ich denke sehr oft an Dich und manchmal tun mir die Einträge leid, weil ich nicht möchte, dass Du Dir allzu viele Sorgen machst. Es kommen auch bessere Zeiten und ich freue mich unheimlich auf die Zeit mit Dir, auf unsere Gespräche und auf das gemeinsame Lachen. Ich freue mich, für euch kochen zu dürfen (apropos - wir müssen dann noch unbedingt einkaufen *gg*).

Ich habe schon ein paar DVDs auf die Seite - auch Jeff Dunham.

Du bist mir so unheimlich wichtig und ich kann gar nicht oft genug wiederholen, wie wichtig mir die Freundschaft zu Dir ist und ich wünschte, wir könnten mehr Zeit miteinander verbringen.
Aber wir holen immer wieder das Beste aus der gemeinsamen Zeit und das macht mich so unsagbar stolz.

Du bist ein unglaublich wertvoller Mensch. Jede(r), der/die Dich nicht als Freundin zu schätzen weiß, hat in Deinem Leben nichts verloren.

Ich hab Dich lieb.
Und ich danke Dir für alles, was Du mir bisher gegeben hast, gibst und noch geben wirst!!

DANKE!

Montag, 12. April 2010

Bedürfnis

Ich hatte schon lange nicht mehr das Bedürfnis in dieser Extremität.
Und da ich gestern damit anfing, es zu stillen, schreit es ein wenig nach mehr.
Es war irgenwie ein... beruhigendes Gefühl, das Brennen auf der Haut zu spüren.

Ich muss von dem Gedanken wegkommen...