Jeder einzelne Schnitt hat dennoch etwas Beruhigendes an sich.
Leitspruch hin oder her.
Es tut in all der Ausweg- und Aussichtslosigkeit dennoch unheimlich gut. Und heute dauerte es sehr lange, bis ich diesen Schritt dann doch... bis es dann dennoch durch kam. Es war ein ungewöhnlich tiefer Schnitt und dennoch befriedigt mich die offene Wunde, das Blut, das im Licht der Lampe glänzt. Es ist ein relativ tiefer Schnitt. Einer, der eine breite Narbe hinterlassen wird.
Im Augenblick ist mir das egal. Denn ich spüre ihn, mir gefällt der Schnitt, mir gefällt das Blut.
SVV. So könnte man es bezeichnen. Auch wenn es nich regelmäßig vorkommt und vielleicht nicht unbedingt ein Akt der Verzweiflung ist, so ist es bei mir dennoch ein Akt der Verwirrung. Ich sehe dann in gewissen Situationen - eine oder auch mehrere - einfach keinen Ausweg und spüre im tiefsten Inneren, dass es schmerzt. Und das gilt es deutlich zu machen. Den Schmerz spürbar zu machen.
Egal wie viel Positives dennoch immer passiert... ich kann es gar nicht deutlich machen, dass es tief in mir immer schmerzt, mich auffrist und weh tut.
Und das muss irgendwie raus. Ich könnte mir zwar jede Woche den Körper weiter zutättowieren lassen, aber dafür reicht das Geld nicht.
Also gilt es, Alternativen zu finden. Und welche Alternative ist schon naheliegender, einfach ein Messer zu ergreifen und sich dadurch in die Haut zu ritzen. Zu beobachten, wie die Klinge ins Fleisch schneidet, während man sie langsam aber fest über die Haut zieht. Es soll auch weh tun, es soll Schmerzen verdeutlichen, die Nerven müssen getroffen werden...
Dann das Blut... das schöne Krovvy.
In solchen Augenblicken interessiert es einen Scheiß, welche bleibenden Narben davongetragen werden. Es zählt der Schmerz sowie das Blut.
Dumm nur für Rechtshänder. Es endet in verstärkter Narbenbildung am linken Arm.
Man sollte ab und zu wechseln - was die Arme betrifft.
Der Bauch ist beidseitig zu handhaben.
Ist aber weniger deutlich und sichtbar.
Und das hat es ja zum Zweck. Es soll richtig für einen sichtbar sein. Man möchte es richtig spüren und zugleich sehen, wie das Blut fließt.
Das Fett am Arm bei einer wie mir verhindert ohnehin, dass es sonderlich blutet.
Samstag, 9. Oktober 2010
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Ach, meine Süße... du hast ziemlich genau beschrieben, was in solchen Momenten in mir vorgeht... es passiert zum Glück nur noch sehr selten, bei dir scheint es wieder häufiger der Fall zu sein. *dich drück*
AntwortenLöschenWir müssen, wenn wir uns sehen, trotz aller guten Laune aufpassen, dass wir uns nicht gegenseitig triggern und am Ende nicht gemeinsam doof dasitzen und Mist bauen.