Montag, 3. August 2009

Himmelhochjauchzend

und gleichzeitig zu Tode betrübt...

Wo fängt das Loslassen an, wo hört die Hoffnung auf?

Ich werde nun einfach alles niederschreiben, wie es mir in den Sinn kommt.

Mein Bruder macht mir Sorgen. Am Samstag gestand er meiner Mom gegenüber ein, wahrscheinlich tatsächlich unter Depressionen zu leiden. Und bei ihm wäre es nicht nur eine Phase, sondern bei ihm wären es richtige Depressionen.

Ich muss versuchen, diese Woche mal dringend mit ihm zu reden - ich hoffe, er versteht, dass ich ihn ganz gut verstehen kann und helfen möchte.

Gesundheitlich weiß ich im Augenblick nicht wohin mit mir. Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Beschwerden rein psychosomatischer Natur sind. Mich macht diese Ungewissheit fertig und andererseits werde ich wieder von schönen Worten und Momenten überrannt.
Gestern war ich sogar mal "sein Schnuppi".... Und *ZACK* gehöre ich wieder ihm voll & ganz.

Das mit Nicky - okay, heute habe ich mich wieder ziemlich beruhigt. Eigentlich sollte sie mir verfickt nochmal am Arsch vorbeigehen. Dann gibt es wieder Momente, in denen ich ihr wirklich am liebsten die Meinung geigen würde. Aber was soll ich ihr sagen?
Ich kann ihr ja nicht mal sagen "Ich hab ihn!" denn... Hab ich ihn???
Gut, ich werde höchstwahrscheinlich dieses WE zu ihm fahren. Und werde ihn - sofern ich hochfahre - wieder mit zu mir nehmen. Samt Katze.
Eigentlich sollte ich darum froh sein. Eigentlich sollte ich stolz sein.
Aber im Endeffekt ist das immernoch so eine undefinierte Sache.

Muss es denn eigentlich ausgesprochen werden? Kann ich es nicht so hinnehmen, wie es ist, wie es läuft? Bin ich wirklich so arg von dieser kleinen Sicherheit abhängig die bestätigt "Ja, er ist mein Freund bzw. ich seine Freundin." oder "Nein, es ist nichts zwischen uns - wir sind "Freunde"..."

Ich kann und möchte nichts erzwingen. Ich möchte erstmal das WE abwarten bzw. die Zeit, die wir zusammen verbringen. Und da kamen gestern wieder so schön beruhigende Worte.
He bring's me down each time.

Jetzt, wenn ich wieder so an ihn denke, geht es mir... gut. Ich lächle. Er fehlt mir. Aber da muss ich durch. Schließlich - wenn alles gut geht - habe ich ihn dann wieder für länger.

Gestern hatte er mal sogar festgestellt, dass er schon lange keinen Brief mehr von mir erhalten hat. Mir fallen zwar immer wieder ein paar Zeilen ein, aber dann setze ich mich lieber doch nicht ans Papier aus Angst, zu viel zu offenbaren.

Heute hat er mir etwas sehr Persönliches anvertraut. Ich bin ihm sehr dankbar darum. Ich bin mir sicher, sobald ich wieder in seiner Nähe bin, strahlt etwas von seiner Ruhe wieder auf mich ab und ich bin einfach entspannt.
Diese ständigen Extreme... Da ist es doch kein Wunder, dass ich Magenschmerzen etc. habe.
Ich belächle mich gerade selbst.
Fürs Erste ist er jetzt zu seiner Mutter. Und ich habe keine Ahnung, wann er zurück kommt. Zudem bat ich ihn eigentlich, mir wegen dem WE noch genauer Bescheid zu geben.
Aber ich denke mal, dahingehend werde ich nun auch nichts mehr hören.

Leider kam mir Manu nun in die Quere. Letzte Woche tönt sie noch in ihrer Wut, dass am kommenden Freitag keine von uns beiden für den Junior und seine Veranstaltung Zeit hätte... Während meiner Krankheit sprachen aber sie und Junior davon, dass nun dieses Mal ich dran wäre mit "Service".
Ich finde das verfickt nochmal Scheiße, da diese dumme Veranstaltung erst um 16.00 Uhr beginnt während ich bereits um 14.00 Uhr aus hätte. Ich wäre so gerne im Anschluss gleich hochgefahren, da mir dann doch ca. 6 Stunden Fahrt bevorstünden...
Ich hoffe inständig, dass Manu das nun doch irgendwie drehen kann, dass sie wieder den Freitag übernimmt, ich dafür aber dann für die nächsten paar Male Gewehr bei Fuß stehe...

Unglaublich - ich fühle mich heute zum ersten Mal seit langem ruhiger.
Obwohl ich sehe, dass er immernoch on ist (ich weiß, sowas macht man nicht.... aber ich bin ja eine Frau *augenroll*) obwohl er eigentlich mit dem Zug um kurz nach 18.00 Uhr fahren wollte... Und eigentlich könnte ich mich ärgern, dass er mir immernoch keine Antwort gegeben hat, aber...
Es ist mir im Augenblick egal.
Ich habe nichtmal die Hoffnung, noch in den nächsten Tagen seine Stimme zu hören. Und im Augenblick ist es mir echt egal. Ein erster Schritt des Loslassens?
Ich werde dann erstmal in die Wanne hüpfen, ein wenig lesen und entspannen, eventuell noch eine Zucchinicremesuppe kochen und dann... mal sehen, ob ich mich heute noch an einen Brief machen kann bzw. ob mich überhaupt die Muse küsst.

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